
Obwohl sich noch ganz kurzfristig vier Personen krankheitshalber abmelden mussten, waren wir eine Gruppe von 29 Personen, die sich von Gott gerufen wussten um für die CH zu fasten, hören und zu beten.
Diese Woche (die fünfte, die wir in einem von Gott bestimmten Kanton durchführten) ist für jeden, der dabei sein kann, ein absoluter Höhepunkt des Jahres. Der Grund dafür ist sehr einfach und klar: Wenn Gott ruft und man sich dann für eine ganze Woche absondert für IHN, dann wird Er denen, die IHN suchen, in besonderer Weise ein Belohner sein. Das erleben wir immer wieder auf sehr eindrückliche Art und Weise. Dabei geht es ja gar nicht um uns, sondern um die CH; bzw. um den Leib Jesu in unserem Land! Im Folgenden nur einige wenige Schwerpunkte, die wir empfangen, gebetet und erlebt haben.

Im Vorfeld der Fastenwoche fragte mich jemand, ob sie ein Brautkleid mitnehmen könne; ihr Eindruck war, dass wir es brauchen könnten. Es kam dann tatsächlich zu einer Fürbitte Zeit für die Braut Jesu, die der Vater für seinen Sohn zubereitet. Als Einstieg in diese Gebetszeit erzählte uns die Schwester die Geschichte dieses Brautkleides. Es gehört einer 25 jährigen Frau, die sich dieses Brautkleid vor Jahren kaufte, um ihren tiefen Wunsch nach einer Ehe auszudrücken. Die Realität sieht allerdings so aus, dass sie inzwischen vier Kinder von drei verschiedenen Männern hat und bereits wieder schwanger ist, ohne je geheiratet zu haben. Den meisten von uns kamen die Tränen als wir das hörten.
Regula erinnerte sich an einen Gebetseinsatz auf dem Petersplatz in Rom. Dort trafen wir eine junge Braut, in weiß gekleidet, mit hohen Stöckel-Schuhen, Netzstrümpfen und einem Minirock, der fast nicht über den Hintern reichte. Frisur und Schminke vervollständigten den Eindruck einer „Hure“. Sie war in Begleitung dreier Männer, bei denen nicht ersichtlich war, wer der Bräutigam ist. Der Herr sprach damals deutlich: “Das ist der Zustand der Braut im Moment. Aber ich werde sie ohne Flecken und Runzeln machen- für meinen Sohn!“

Beides zeigt den Zustand seiner Gemeinde, aber: Er will nicht, dass wir so bleiben! Er will uns zu einer schönen, strahlenden, reinen und heiligen Brautgemeinde machen. Die Frage ist nur, ob wir unseren Zustand erkennen und uns verändern lassen wollen! ER zwingt uns nicht. Jeder prüfte sich danach, ob er sich Gott wirklich total zur Verfügung stellen will. Als Zeichen unserer Bereitschaft konnte jeder den Brautschleier und das Schwert (Symbol für das Wort Gottes) nehmen und ein Herzensgebet sprechen. Es war tief bewegend und kein Auge blieb trocken, als u. a. eine 88 jährige Schwester sich den Brautschleier über den Kopf zog und das gewaltige, schwere Schwert in die Hände nahm und unter Tränen ihre Hingabe bekundete.
Wir glauben, dass dieser Akt prophetisch war und dass Gott durch seine Gemeinde geht und solche finden wird, die bereit sind und bereit werden, um IHM mit ihrem ganzen Sein zu dienen und zur Verfügung zu stehen.

Ein weiteres starkes Erlebnis hatten wir bei einem Gebetseinsatz in der Stadt Zürich. Wir beteten zuerst an der Synagoge in der Löwengasse für die jüdischen Bewohner in ZH und der CH (Themen wie Schutz, Alija, Antisemitismus und Ersatztheologie). Auf dem Weg durch die Bahnhofstrasse zum HB regnete es etwas. Deshalb beteten wir im HB weiter. Einer der Eindrücke dort war, dass ein Anschlag geplant war oder ist, der erhebliches Vernichtungs-potential aufweist. Wir beteten natürlich in diese Richtung, dass dies nicht zustande kommt. Vieles von der Stadt Zürich (Positives wie Negatives) hat Auswirkungen ins ganze Land und darüber hinaus. Es war schwierig dort zu sein; die Menschen leben in einem Konsumtempel, über den eine „Käseglocke“ gestülpt ist – und merken es kaum. Sie brauchen weiterführendes Gebet um aufzuwachen.
Wieder „ zu Hause“, lasen wir im Meteobericht: „ Über Zürich sintflutartige Regengüsse aus dem Nichts-begleitet von Donner und Blitzen“. Ein plötzlich auftretender Sturm fegte über Zürich und die ganzen Schweiz hinweg! (Die Zeitung 20 Minuten schrieb am Abend: „Praktisch aus dem Nichts öffneten die Wolken über ZH ihre Schleusen und entleerten sich minutenlang sintflutartig! Es wurden über der ganzen CH ca. 230 Blitze registriert und ein starker Sturm mit Orkanböen bis 175 km/h wurde gemessen.)
Welche Lehre haben wir aus diesem Erlebnis gezogen? „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Heerscharen.“ (Sach 4,7) Wir lieben es, wenn wir mit eigener Kraft (laut, viele Worte etc.) beten und alle begeistert davon sind. Wir waren ein eher kümmerlicher, frierender, schwacher und unscheinbarer „Haufen“, der da im HB Zürich stand. Im Gehorsam waren wir ausgezogen und sprachen unsere Gebete eher leise, aber im Glauben. Der Herr antwortete mit Regen, Sturm, Blitz und Donner: „Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.“ (Off 4,5) Danke Vater!
Noch ein Aspekt, der in dieser Fastenwoche hervorgehoben wurde. Der Herr möchte Gaben verteilen. Du wirst sie empfangen, wenn Du Dich danach ausstreckst. Sie sollen dazu dienen, dass SEIN Leib in Liebe zur Reife gelangt. Dass sie sich ergänzen und in Achtung zu IHM und zueinander, gesund entwickeln und alle ausgerüstet und ermutigt werden ihren Platz im Reich Gottes einzunehmen.
Wir haben dankbar gestaunt, wie viele Anbeter/Innen wir unter uns hatten! Alle mit ihren Instrumenten und bereit, nicht nur mitzuspielen, sondern als Verantwortliche, Zeiten der Anbetung zu übernehmen. Das war wunderbar!
Es fällt jedes Mal schwer nach solch einer Woche wieder auseinander zu gehen, herunter vom Berg – in die Niederungen des Alltags. Dort gehören wir aber hin; erfüllt mit dem Heiligen Geist, gespeist mit Gottes Wort und einer tiefen, leidenschaftlichen Liebe zu IHM, den Geschwistern und einer verlorenen Welt und dem Ruf im Herzen: „Hier bin ich, Herr, sende mich!“
W.+R.W.
