Am 5. Mai 2016, dem jüdischen Holocaustgedenktag, Jom HaShoa, trafen sich über 250
Leute in der Gedenkstätte für Flüchtlinge in Riehen, Basel, zum ersten Marsch des Lebens für
Israel.
Ein elfköpfiges Team unter der Leitung von Pfarrer Christoph Meister organisierte den
Marsch in Riehen-Basel mit dem Ziel, die Stimme gegen den heutigen Antisemitismus zu
erheben und sich zusammen mit den Juden an die Opfer des Holocausts zu erinnern.

Der badische Landesrabbiner aus Lörrach Moshe Flomenmann, sehr bewegt so viele Christen
anzutreffen, sang das feierliche Gebet EL Male Rachamim, „Gott voller Erbarmen“, im
Gedenken an die Opfer des Holocaust.

Über 250 Christen und einige Juden marschierten von der Gedenkstätte für Flüchtlinge in
Riehen zur „Eiserne Hand“, an der Grenze, wo Flüchtlinge abgewiesen wurden.
Myrthe Dreyfuss, langjährige Präsidentin der jüdischen Flüchtlingshilfe in der Schweiz,
erzählte von den Nöten und Schwierigkeiten, welche die Schweizer Behörden vielen
jüdischen „Emigranten“ bereiteten.

Simone Reich, die Tochter eines jüdischen „Emigranten“ aus Wien, berichtete über die
jahrelange Hindernisse, die Schweizer Behörden, ihrem Vater in den Weg legten, um ihm
seine Integration zu erschweren.

Nachkommen von Tätern im 2. Weltkrieg und in der weiteren Vergangenheit zeigten auf,
dass Antisemitismus in der Schweiz schon sehr lange Bestand hat. Das Schweigen darüber zu
brechen und die Bitte um Vergebung waren Schlüsselmomente der Veranstaltung.
